Investigate Thor Steinar – Vorstellung

Die Recherchegruppe „Investigate Thor Steinar“ bringt, etwas verspätet, im März 2008 eine umfangreiche Broschüre zu Thor Steinar heraus. Außerdem wird sie hier zum Download bereit stehen. Diese Seite ist die Internetpräsenz zur Gruppe und zur Broschüre. Fragen und Bestellungen an investigate-ts (at) emdash.org

Begrüßungstext aus der Broschüre
Bevor die eigentliche Analyse beginnt, möchten wir, die Autor_innen, uns und unsere Intentionen kurz vorstellen. Wir sind politisch interessierte Menschen, die sich im November 2006 zur Recherchegruppe „Investigate Thor Steinar“ zusammenfanden, weil uns das mehrdeutige Auftreten und Wirken der Marke „Thor Steinar“ auffiel.Diese Marke bewegt sich unserer Meinung nach mit vieldeutigen Symbolen, Bildern und Inhalten in einer rechtlichen Grauzone. Dies ermöglicht ihr das Ansprechen eines breiten Spektrums an Träger_innen. Die besondere Auswahl der Motive, Farben, Schriftzüge und Inhalte eröffnet positive Deutungsmöglichkeiten bezüglich nordisch-völkischer Mythologie, Kolonialismus und NS-Ideologie. Wir wollen zeigen, dass eben jene Motive nicht wahllos – aus künstlerischer Freiheit entstanden sind, sondern definitv nazistische, kolonialistische, gewaltverherrlichende oder mythologische Bezüge zulassen.
Diese Inhalte können, und das macht die Marke so besonders, von rechtsgesinnten Träger_innen problemlos nach außen transportiert werden und auch aufgrund der bewusst uneindeutigen Motive von unwissenden Träger_innen weiter gegeben werden.
In vergangenen Aktionen lokaler Projekte, in Materialien und Presseartikeln bezüglich „Thor Steinar“ fielen uns teilweise große Informationslücken und begrenzte Ressourcen auf, wodurch wir auf die Thematik aufmerksam wurden. Wir wollen diese Lücken mit unserer detaillierten Broschüre – fundiert und für eine breite Öffentlichkeit zugänglich – schließen. Doch wird diese Broschüre nicht nur einen belastbaren Informationshintergrund geben, sondern soll auch Anreiz, Basis und Angebot für lokale und überregionale Kampagnen sein. Neben der umfassenden Analyse der von „Thor Steinar“ verwendeten Symbole, Kenn- und Schriftzeichen werden wir Informationen über den Justizstreit sowie die Neonazismusvorwürfe und abschließend eine chronologische Übersicht der Geschehnisse im direkten Zusammenhang mit der Marke „Thor Steinar“ bieten. Wir als Recherchegruppe wollen euch dieses erarbeitete Wissen zur Verfügung stellen.

Die Recherchegruppe
„Investigate Thor Steinar“


4 Antworten auf „Investigate Thor Steinar – Vorstellung“


  1. 1 LG 01. März 2008 um 12:43 Uhr

    Ich freue mich sehr, dass es diese Broschüre bald geben wird, versuchen viele Träger dieser Marke doch anderen tatsächlich immer wieder einzureden, wie harmlos sie sei…und hinter ihrem Rücken werden sie sich darüber amüsieren. Aufklärung tut dringend not. Danke!

  2. 2 LaHaine 13. Mai 2008 um 11:05 Uhr

    Eine Ergänzung zum Ausblick: eine weitere Marke, die das Konzept von Thor Steinar imitiert ist Eric & Sons, im Impressum der Seite steht der wohlbekannte Udo Siegmund.

  3. 3 Kataklyste 28. September 2008 um 9:15 Uhr

    Ich fidne diese Broschüre ja im pürinzip sehr gu7t, nur verstehe ich nicht warum deutsche Kolonialilierung und vor allem nordische Mythologie allen ernstes im gleichen Atemzug wie NS-Herrschaft und WWII genannt werden. Das impliziert ja eine Negative vorbelastung der begriffe in Ähnliche schrecklicher weise.. Grade bei der nordischen mythologie wäre es schön wenn sich Deutschland mal einen unverkrampfteren Umgang mit seiner eigenen geschichte und Vergangenheit zulegen würde. dann hätten evtl nicht mehr so viele Menschen ein Bedürfnis nach Identität und Herkunft. Die Anrainerstaaten rund um Deutschland machen es einwandfrei vor, keiner schaut krumm wenn in Frankreich Keltenfeste (z.B. das „Festival Interceltic“ in Lorient )gefeiert werden. In Deutschland besteht immer noch diese furchtbare Zwangverkettung zum NS Regime. Es wird Zeit das grade mit diesem Teil der deutschen Geschichte der nun wirklich nichts mit der NS Zeit zu tun hat vernünftig umgeht..

  1. 1 reapers blog Trackback am 22. April 2008 um 19:57 Uhr
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